Was ist Phase? … eine Redewendung von Lasse, die wir hier gern übernehmen!

 

Phase 0 – Entscheiden und Finden

Im vorletzten Jahr reifte in uns der Wunsch, nach der wunderbaren NamibiaErfahrung von 2011 auch anderen Ländern des südlichen Afrikas eine Chance zu geben. Stellte sich natürlich die Frage, unter welchen Umständen wir das machen wollen. Und für wie lange. Mietwagen und Logdes? Sprinter verschiffen? Camper kaufen und dann wieder verkaufen? Camper mieten? Um die Umstände zu klären, flogen wir kurz entschlossen

im Januar 2018 (ja, einen Blogbeitrag habe ich nicht geschafft) nach Kapstadt und erfuhren, dass es kaum einen Campermarkt gibt und es für uns nur mit großem Risiko möglich wäre, ein Auto anzumelden. Wochenlang Lodges und Pensionen? Nööööh. So bleibt also nur die Anmietung eines Allradfahrzeugs. Die Zeit in Südafrika nutzten wir, die Weingegend von Franschhoek und Stellenbosch zu ertrinken, was durchaus eine Herausforderung ist, hier das besonders spektakuläre Weingut Vergelegen (Kalle’s Tip).

img_4409Wir entschieden uns, das Western Cape und die Garden Route anzuschauen, begeisterten uns für Kapstadt, den Blick vom Tafelberg in diese multikulturelle und bunte Stadt, fuhren weiter in den Norden am Meer entlang,

dann östlich in die Cederberge, weiter in den Süden ans Kap, die Garden Route bis Tsitsikama und durch die kleine Karoo zurück nach Kapstadt. Die geniale Weinproben

mit Theo in Diemersdal und den in den Fels gehauenen Weinkeller ‚Haute Cabriere‘, das Öffnen einer Flasche Sekt mittels Schwert wollen wir dabei nicht vergessen! Hitten übt, bisher erfolglos. Aber nahezu täglich!img_4811-1

 

Phase 1 – gesagt, getan

Nach langen Recherchen buchen wir eine Allradkiste bei dem Anbieter Zuid-Afrika

Specialist und fliegen am 14.1. nach Kapstadt. Völlig unproblematisch findet die Übergabe statt, wir bekommen ein fast nagelneues Auto (Toyota Eilux) mit kleinen 14000km auf dem Tacho, 4×4, Untersetzung, Differentialsperre. Und Wohnraum mit Bad und Küche. Und Sitze und Schlafe und Verstaue. Und Außenküche. Ab geht’s mit dem kompakten Teil, an den Linksverkehr sind wir noch gewöhnt. Mein gebrochenes Steißbein bereitet mir mäßige Probleme, ansonsten läuft’s!!

Am nächsten Morgen packen wir ein bisschen rum und nach ordentlichem Einkauf und Füllung des Kühlschranks trollen wir uns aus der Stadt Richtung Norden. Die Karre schnurrt vor sich hin, wir sind doch noch leicht fluggeschädigt, so suchen und findenimg_9847 wir ein idyllisch-romantisches Plätzchen, direkt am Meer – allerdings doch für knapp 8€ – für uns beide und ne warme Dusche …! Wir finden alles um uns herum klasse, und

eigentlich wollen wir nur weiter vor uns hin grinsen. Da kommt schon eine freundliche Afrikanerin ans Auto und lädt uns zum Grillen ein. Leise zähneknirschend folgen wir der nicht absagbaren Aufforderung, natürlich ist es saunett, wir diskutieren umfassend die Weltpolitik, die Mädchen decken den Tisch und leeren den Sekt. Gut, dass wir den Weg zum Supermarkt noch kennen.

Nachdem wir perfekt geschlafen haben, machen wir uns nach ausgiebigem Frühstück (Kirsten: mit Avocado und Tomate 😉 ) auf den WeiterWeg. Wir wären gern noch einen Tag geblieben, allerdings ist die nächste Essenseinladung bereits ausgesprochen. Es ist uns für den Anfang einfach zu dicht, ein bisschen Ruhe nach der hektischen Zeit vorher tut Not. In Langebaan, einem Eldorado für Kiter und Surfer, finden wir einen Platz, naja

für eine Nacht geht’s.

img_9974-1Das Kartenstudium erweist sich als durchaus hilfreich, wir wissen morgens, wie’s weitergeht! Statt am Meer nördlich zu zotteln, biegen wir östlich in die Cederberge ab, die wilde Bergwelt hat uns letztes Jahr schon fasziniert. Immer nach Norden führt die  img_9902 staubige Schotterpiste, am Olivant River entlang, bis sich irgendwo im Nix ein Camping findet. Unterm Baum, ein kleines Restaurantchen dabei, mehr braucht heute keiner!

Nächstes Ziel ist die Piste weiter nördlich, schrumpelige Straße, Richtung Springbock (was für nette Namen für diese tierarme und unwirtliche Gegend). Da is auch dann nix außer nem kleinen Einkaufsladen und ner Tankstelle – aber ein wirklich nettes kleines Übernachtungsplätzchen. Unter den schattenspendenden Akazien fühlen wir uns wohl – und müde.

Der Plan ist, früh aufzustehen. Guter Plan, allerdings noch nicht umsetzbar. Ok, wir wissen, die namibische Grenze ist nur noch knappe 200km entfernt und so zotteln wirimg_9949img_9975 los. Die Straße wechselt von Piste zu Gravel, Schotter halt. Eine verrückte Landschaft lässt uns stundenlang schweigen, schauen, Staub husten und glücklich darüber sein, dass wir DAS erleben können. Zwischen Wüste und runden Granitbrocken, kargen Bäumen und grünen Grasbüscheln schiebt es uns immer weiter. An der Grenze zwischen Südafrika und Namibia gibt’s keine Probleme, 86 Zettel ausfüllen, die eh keiner lesen kann, Daten eintragen, die nie jemand jemals kontrollieren wird, aber immer kommt die Frage ‚how are you?‘, begleitet von der nächsten, woher wir kommen.  Dörfer hasse auch. Dank des seeeeeehr gemütlichen Internet gibt’s vielleicht später Fotos.

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Ein Kommentar zu “Was ist Phase? … eine Redewendung von Lasse, die wir hier gern übernehmen!

  1. Gilching 22.01.19
    Liebe Cornelia, lieber Hitten
    Da kann man ja ganz schlicht und einfach neidisch werden.Aber nicht doch ! Da möchte man ja glatt nochmal jung sein.Aber das haben wir leider verpasst. <allerdings, der wunderschöne Mercedes aus Gilching täte dem Heinz fast noch besser gefallen tun.Was machen denn die Temperaturen? Und das Grillfest konnte euch auch nichts anhaben, trotz überall lauernder tödlicher Bazillen und wilder Ungeheuer. Und wie geht es dem Steissbeinbruch? Immer entlasten und mit Luftring abfedern. Und was mich immer wieder staunen läßt sind die wunderschönen Bilder und texte, die uns aus dem fernen Afrika hier über zig Tausende Kilometer erfreuen. Stellt euch mal vor,wir hatten über das Wochenende einen Heizungsausfall und mußten uns mit Kachelöfen und Heizlüftern über die Runden helfen.
    Und nun carpe diem, bon voyage, viel Vergnügen und und und
    von eurem uralt Onkel
    Heinz
    und seiner Claudia

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