ausgeräumt…

hat Hitten den Kofferraum, um vor unser Weiterfahrt das Wasser zu wechseln. Das ist immer ein bisschen Gemache, aber alles besser als Montezumas Rache, wir wissen das genauFullSizeRender

FullSizeRenderSo suchen wir uns die kleine Bergstraße nach Massat, einem historischen Städtchen, von wo aus wir zu den Etangs de Lers gelangen. Vor ein paar Jahren waren wir schon einmal dort oben, man konnte mit einigen anderen Naturfreunden frei stehen und hatte außer Kuhglockengebimmel, Muhen und Vogelgezwitscher keine störenden Geräusche. Die Bilder sollen die Idylle nur andeuten! Als wir oben ankommen, stellen wir als erstes fest, dass Schranken aufgestellt sind, tiefe Gräben Zufahrten unmöglich machen und Verbotsschilder die Straße säumen. Somit ist dieses wunderbare Gebiet nicht nur für uns zum Bleiben gesperrt. Die Bilder sollen nur zeigen, wie schön es dort war!

Sehr schade, und wir vermuten, dass es halt immer noch Leute gibt, die ihren Müll hinterlassen oder sich ansonsten so unangemessen verhalten, sodass eine Sperrung die notwendige Konsequenz zu sein scheint. FullSizeRenderAm Straßenrand ist es gestattet zu stehen, aber das wollen wir nicht. Ein Stückchen höher gibt es einen geschotterten Parkplatz, wo es anscheinend auch möglich ist, es hat aber überhaupt nichts mit dem zu tun, was wir uns vorstellen. Nach einigem Grübeln fahren wir 10 km weiter auf einen Pass, wo noch zwei weitere Camper stehen. FullSizeRenderUnd es ist so, wie es uns gut gefällt. Stühle raus, neben der Kuhwiese lässt es sich gut aushalten. FullSizeRenderWir kommen mit unseren Nachbarn, 2 Karlsruhern, ins Gespräch, sie geben uns gute Tipps für Skandinavien. Und endlich gibt’s wieder WandaHuhn mit Couscous! Wir verfolgen das Kraftgebaren zweier Bullen, die Horn an Horn, von einem Stromzaun getrennt, ihre Muskeln spielen lassen und ihr Brunftgebaren lautstark zum Ausdruck bringen. Durch den Einbruch der Dunkelheit lässt sich der Sieger von uns leider nicht ermitteln. Dafür erleben wir einen fantastischen Sonnenuntergang, kuckstu! FullSizeRender

Nebel ist aller Weiterfahrüberlegung Anfang! Beim Wachwerden sind wir komplett in Nebel eingehüllt – und geben der Wetterentwicklung noch ein paar Stündchen Zeit. Nichts ändert sich, auch Bernd und Conny hadern mit der fehlenden Sicht. So beschließen wir mit ein bisschen hängenden Mundwinkeln, aus der Suppe rauszufahren. Die Zeit wird jetzt doch knapp, in einer guten Woche wollen wir zuhause sein, da bleibt uns nicht die Muße, einfach abzuwarten und den Tag anders zu gestalten. Auch im Tal ist es schwer verhangen, die Bergkuppen sind kaum noch zu erkennen. Hitten findet eine günstige ‚Abkürzung’ nach Narbonne auf dem Weg zum Lac de Salagou bei Montpellier, den die Tante auf dem Navi nicht gut findet. Zwar bittet sie immer wieder, wir mögen bei nächster Möglichkeit bitte wenden, Hitten ist aber der Meinung, das sei Quatsch. Ok, wir bleiben auf der HittenRoute, die Straße wird schlechter, was zum Langsamfahren zwingt, das Türquietschen wird lauter, was zum Ärgern zwingt und die Kurven werden enger, was auch zwingt…! Egal, mir gefällt die Strecke, Landschaft und Farben.

 

Wir finden die unterschiedlichen Grüntöne der Bäume und Wiesen vor dem inzwischen stahlblauen Himmel fast unwirklich, so klar und leuchtend heben sie sich ab. FullSizeRenderDie Durchfahrt durch die verschlafenen und engen, so typischen Dörfchen ist einfach klasse. FullSizeRenderDie Berge sind überzogen von ewig weiten Ginstersträuchern, die einen intensiven Duft abgeben. Und da wird mir klar: in meinem nächsten Leben werde ich DuftBlogErfinder! Jeder, der sich die Mühe macht, unser Geschreibsel zu lesen, darf auch mitriechen! Danach mache ich die Zusatzqualifikation zum GeräuschBlogSchreiber, damit jeder das Türquietschen mithören kann! Mit diesen Gedanken beschäftige ich mich – und auch Hitten, bis wir am Salagou ankommen. Es gibt am See ein nettes Plätzchen, wo wir gut übernachten können. Während der gesamten Fahrt ist die Temperatur beständig gestiegen, bei der Ankunft um 17 Uhr zeigt das Thermometer 36 Grad. Der rote Sandboden ist enorm aufgeheizt, kein Baum hilft als Schattenspender und es bewegt sich kein Lüftchen. Es gibt halt immer etwas…, aber es ist alles bestens. Zum Glück gibt es keine kleinen Biester, die ein Fensterschließen erfordern. Rührei mit Brot macht Wangenrot.

Die Vernunft siegt über die Lust zu bleiben. Schon zum Kaffee um 8 Uhr messen wir 24 Grad und sind uns sicher, dass wir zum Gorges de Tarn wechseln. FullSizeRenderIn dieser Schlucht des Flüsschens waren wir noch nie, wollten aber immer schon einmal hin, gute Voraussetzungen also. Es ist auch nicht mehr so heiß, ab Millau mit der architektonischen Meisterleistung des bekannten Viaducts, einer weißen Brücke über die Schlucht, lassen wir uns über die schlängelnde Straße entlang des Tarn spülen. Im Dörfchen Le Rozier finden wir das Plätzchen am Fluss, mit Schatten und Sonne und 24 Grad, so wir’s uns erhofft haben!

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Ein Kommentar zu “ausgeräumt…

  1. Liebe Weltenbummler.
    Wir sind eben erst von unserem Kurz-Wander-Ausflug in den Bayerischen Wald heimgekehrt (4 Tage) und haben noch nicht einmal die (!) Koffer ausgepackt, sondern erst einmal die leichten Schäden festgestellt die ein Sturm mit viel Regen angerichtet hatte, und diese soweit möglich wieder in Ordnung gebracht. Morgen Fortsetzung folgt. Die kurze Excursion hat uns trotz zum Teil bis an die Leistungsgrenze des alten Mannes gehender Anstrengungen sehr gut gefallen. Zimmer und Verpflegung waren tadellos. Das in den letzten Wochen sehr nasse und kalte Wetter hat sich an den Tagen der Kultur und Wanderungen bis auf gestern Abend und heute ausnahmsweise von seiner besseren Seite gezeigt. Natürlich können wir da mit Euren Abenteuern und Erlebnissen nicht konkurrieren, wollen wir auch nicht. Eure Fortsetzungen werden von mal zu mal stilistisch immer noch anspruchsvoller, das daraus resultierende Buch wird bestimmt ein voller Erfolg. Auch die Illustrationen gefallen uns sehr gut. Und langweilig wird es Euch bei der bisherigen Tagesgestaltung ja auch nicht. Sehr abwechslungsreich, sehr abwechslungsreich!. Leider geht diese interessante Zeit allmählich dem Ende entgegen. Das ist sehr schade für Euch und wir können es lebhaft mitempfinden. Aber es warten ja schon wieder neue, noch anspruchsvollere Herausforderungen auf Euch. Also Kopf hoch Johannes, öhm Gerhard und Cornelia. Bis zu nächsten mal mit allen guten Wünschen und
    herzlichen Grüßen
    Eure
    Heinz und Claudia.

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